Übergangsjacken 2026: Meine Lieblingsstücke für laue Frühlingstage

Übergangsjacken 2026: Meine Lieblingsstücke für laue Frühlingstage

Es gibt diesen einen Moment im Frühling, an dem ich morgens aus dem Haus gehe und kurz überlege, ob ich umdrehe. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, und trotzdem zieht ein Wind durch die Straßen, der mich an meine Großmutter erinnert, die immer sagte, der April mache, was er wolle. Genau in diesen Wochen entscheidet sich für mich jedes Jahr aufs Neue, ob mein Kleiderschrank gut sortiert ist oder nicht. Wer jetzt nur dicke Wintermäntel oder dünne Sommerblusen hat, der friert oder schwitzt. Die richtige Übergangsjacke ist deshalb für mich kein Luxus, sondern ein Werkzeug. Ich habe in den letzten Jahren viel ausprobiert, manches verschenkt, anderes lieben gelernt. In diesem Beitrag teile ich meine ganz persönlichen Favoriten für die Saison 2026, von der klassischen Trenchcoat-Liebe bis zum kuscheligen Cardigan, der eigentlich gar keine Jacke ist und genau deshalb so gut funktioniert.

Warum die Übergangszeit so unterschätzt wird

Die meisten Modetipps konzentrieren sich auf Sommer oder Winter. Dabei sind es genau diese Wochen zwischen März und Mai, in denen wir morgens zehn Grad und nachmittags zwanzig haben, in denen unsere Kleidung am meisten leisten muss. Eine gute Übergangsjacke wärmt, ohne zu erdrücken. Sie lässt sich in der Tasche verstauen, wenn die Sonne durchkommt. Sie passt zum Bürooutfit genauso wie zum Spaziergang am Wochenende. Und sie sieht gut aus, ohne dass man sich verkleidet fühlt. Das klingt nach einer langen Liste, aber wenn man die richtigen Schnitte und Materialien kennt, ist es weniger kompliziert als gedacht.

Ich habe für mich gelernt, dass ich im Frühling am liebsten in Schichten denke. Eine leichte Bluse oder ein dünner Pulli unten, darüber etwas, das den Wind abhält oder die Schultern wärmt. Diese Schichtmethode funktioniert auch auf Reisen wunderbar, weil ich nicht mehrere dicke Teile mitschleppen muss. Drei bis vier durchdachte Lagen reichen für fast jedes Wetter, das mir der Frühling vorwirft.

Der Trenchcoat, mein zeitloser Begleiter

Ich gebe zu, ich bin Trenchcoat-Fan, seit ich denken kann. Der Schnitt ist seit Jahrzehnten nahezu unverändert, und das hat einen Grund. Ein gut sitzender Trenchcoat sieht über Jeans genauso gut aus wie über einem Bürokleid. Er macht etwas mit der Haltung, finde ich. Sobald ich ihn anziehe, gehe ich aufrechter, schwinge die Tasche etwas selbstbewusster über die Schulter und fühle mich für jeden Termin gewappnet.

Mein aktueller Favorit ist der Aida Klassische Trenchcoat, ein Modell, das genau den richtigen mittellangen Schnitt hat. Er endet etwas oberhalb des Knies, was ihn vielseitig macht. Der Stoff ist fest genug, um bei Wind nicht zu flattern, aber leicht genug, um ihn auch bei zwölf bis fünfzehn Grad bequem zu tragen. Die klassische Knopfleiste, der Bindegürtel und die epaulettenartigen Schulterdetails sind genau die Dinge, die einen Trenchcoat zu einem Trenchcoat machen. Ohne diese Details wäre es nur ein Mantel.

Aida klassischer Trenchcoat in Beige für die Übergangszeit

Was ich besonders schätze, ist die Vielseitigkeit in der Farbgebung. Beige passt zu fast allem, von Schwarz über Marineblau bis zu Pastelltönen. Wer bisher noch keinen Trenchcoat im Schrank hat, sollte mit einem klassischen Beige starten. Damit liegt man nie daneben, und das Stück lässt sich später durch dunklere Modelle ergänzen, wenn man Lust auf Abwechslung hat.

Cardigans, die unterschätzte Übergangsjacke

Cardigans werden oft als Innenraum-Kleidung abgetan. Ich finde das schade, denn ein dicker, gut geschnittener Cardigan kann eine echte Jacke ersetzen, vor allem wenn er knielang oder darüber hinaus geschnitten ist. Im April und Mai trage ich häufig nur einen langen Cardigan über T-Shirt und Jeans, wenn ich kurz Brötchen holen gehe oder mich mit einer Freundin im Café treffe. Das fühlt sich entspannt an, sieht aber trotzdem zusammengestellt aus.

Der Ailey Cardigan mit schlanker, moderner Silhouette ist genau so ein Stück. Er ist kuschelig, ohne aufzutragen, und der schmale Schnitt macht ihn alltagstauglich. Ich kann ihn unter eine Jacke ziehen, wenn es kühler wird, oder ihn solo tragen, wenn die Sonne rauskommt. Diese Flexibilität ist Gold wert, vor allem wenn man morgens nicht weiß, was der Tag bringt.

Cardigan mit modernem Schnitt für die Übergangszeit

Ein Tipp aus meiner Erfahrung, achtet beim Kauf eines Cardigans auf die Knöpfe und die Bündchen. Lockere Bündchen leiern schnell aus, billige Knöpfe fallen ab. Beides macht ein an sich schönes Stück nach wenigen Wäschen unbrauchbar. Wer einmal einen Cardigan mit ordentlich vernähten Knöpfen besitzt, merkt schnell den Unterschied zu Schnellkauf-Modellen.

Westen, die heimliche Heldin der Saison

Westen sind in den letzten zwei Jahren wieder richtig modisch geworden, und ich verstehe warum. Sie wärmen den Oberkörper, lassen aber die Arme frei, was bei Frühlingstemperaturen oft genau richtig ist. Ich trage Westen besonders gern beim Spazierengehen oder im Garten, wenn ich mich bewegen will und keine schweren Ärmel im Weg haben mag.

Eine elegante Variante, die mich schon länger begeistert, ist die Aeliana Weste mit V-Ausschnitt. Sie funktioniert über einer leichten Bluse oder einem feinen Pullover und gibt dem Outfit sofort Struktur. V-Ausschnitte verlängern optisch und schmeicheln dem Dekolleté, was ich bei einer Weste besonders wichtig finde, weil sie sonst schnell etwas blockig wirken kann.

Was Westen außerdem so praktisch macht, ist ihre Lagerungsfreundlichkeit. Sie nehmen im Schrank kaum Platz weg, lassen sich problemlos zusammenfalten und sind perfekt für Wochenendreisen, bei denen man nicht weiß, was das Wetter macht. Ich packe immer eine ein, wenn ich an die See oder in die Berge fahre.

Materialien, auf die ich achte

Im Frühling ist die Materialwahl entscheidend. Zu schwere Stoffe lassen mich schwitzen, sobald die Sonne länger als zehn Minuten scheint. Zu dünne Stoffe halten den Wind nicht ab. Mein Mittelweg sind Mischgewebe, oft mit Baumwollanteil für Atmungsaktivität und einem Hauch Synthetik für Formstabilität.

Bei Trenchcoats schaue ich auf einen festen, leicht wasserabweisenden Stoff. Bei Cardigans bevorzuge ich Acryl- oder Wollmischungen, die nicht kratzen. Bei Westen darf der Stoff ruhig etwas strukturierter sein, weil die Weste oft das Hauptelement im Outfit wird. Was ich persönlich vermeide, sind glatte, glänzende Materialien, die schnell billig wirken können. Ein bisschen Textur ist meiner Meinung nach immer ein Pluspunkt.

Farben für die Saison 2026

Die großen Modeschauen haben in diesem Jahr viel Naturtöne gezeigt. Beige, warmes Braun, Salbeigrün und ein staubiges Rosa sind überall zu sehen. Ich finde diese Palette wunderbar, weil sie sich gut kombinieren lässt und länger als nur eine Saison aktuell bleibt. Wer einen knalligen Akzent setzen will, kann das mit Accessoires machen, einer roten Tasche zum Beispiel oder einem türkisen Schal.

Persönlich greife ich bei Übergangsjacken am liebsten zu neutralen Tönen, weil ich darunter dann mit Mustern und Farben spielen kann. Eine beigefarbene Jacke über einem geblümten Kleid sieht fröhlich aus, ohne überladen zu wirken. Ein cremefarbener Cardigan über einem gestreiften Shirt und einer dunklen Jeans ist mein Standard-Outfit für entspannte Tage.

Wie ich Übergangsjacken kombiniere

Eine Frage, die mir oft gestellt wird, ist, wie man Übergangsjacken stilsicher kombiniert. Mein Trick ist die Drei-Stück-Regel. Ich versuche, mein Outfit aus drei sichtbaren Hauptelementen zu bauen, der Jacke, dem Oberteil und der Hose oder dem Rock. Schuhe und Tasche sind Akzente, die ich passend wähle.

Ein Beispiel, der Aida Trenchcoat, eine weiße Bluse und eine dunkelblaue Jeans. Dazu weiße Sneaker oder schlichte Loafers, fertig ist das Outfit für einen Cafébesuch oder ein lockeres Meeting. Wenn es kühler wird, kommt der Ailey Cardigan unter den Trenchcoat, und schon habe ich eine vierte Lage, ohne dass es überladen wirkt.

Für etwas elegantere Anlässe ziehe ich gerne ein Kleid an, dazu die Aeliana Weste und einen langen Mantel oder eine Trenchcoat-Variante. Die Weste schafft eine schmeichelhafte Silhouette, der Mantel sorgt für Wärme. Diese Kombination funktioniert für Theaterbesuche, Restaurantabende oder Einladungen, bei denen man weder zu lässig noch zu förmlich wirken möchte.

Pflege, damit die Jacken lange schön bleiben

Übergangsjacken werden oft getragen und genauso oft halb feucht in den Schrank gehängt. Das ist Gift für Stoff und Schnitt. Ich hänge meine Jacken nach jedem Tragen auf einen breiten Bügel, damit die Schultern ihre Form behalten. Ist die Jacke nass, lasse ich sie an einem luftigen Ort trocknen, niemals direkt auf der Heizung, weil das den Stoff steif macht.

Trenchcoats sollten nicht zu oft gewaschen werden, das schadet der Imprägnierung. Einmal pro Saison reicht meist, dazwischen reinige ich Flecken punktuell mit einem feuchten Tuch. Cardigans wasche ich im Wollwaschgang oder, bei besonders feinen Stücken, von Hand. Westen vertragen meist eine normale Wäsche, aber auch hier lieber kalt als warm, damit die Form erhalten bleibt.

Investieren oder schnell kaufen

Die ehrliche Antwort ist, beides hat seinen Platz. Bei einem klassischen Trenchcoat würde ich immer in Qualität investieren, weil dieses Stück über Jahre getragen wird. Bei Cardigans kann man auch günstiger kaufen, solange die Verarbeitung stimmt. Westen sind ein guter Kompromiss, weil sie weniger beansprucht werden und auch in einer mittleren Preisklasse lange halten.

Was ich mir mit den Jahren angewöhnt habe, ist eine Art Test vor dem Kauf. Ich ziehe das Stück an, hebe die Arme, drehe mich, setze mich kurz hin. Wenn es dabei zwickt, verzieht oder unbequem wird, kommt es nicht mit nach Hause. Ein Kleidungsstück, das man im Geschäft schon nicht entspannt tragen kann, wird man auch im Alltag nicht oft anziehen.

Mein Frühlings-Capsule für die Übergangszeit

Wenn ich nur fünf Stücke für den Frühling auswählen müsste, wären es ein klassischer Trenchcoat, ein neutraler Cardigan, eine elegante Weste, eine leichte Bluse und eine gut sitzende Jeans. Mit dieser Basis lassen sich unzählige Kombinationen bauen, von lässig bis festlich. Wer zusätzlich ein Sommerkleid und ein paar passende Schuhe ergänzt, ist für jede Wettersituation gerüstet.

Capsule Wardrobes liegen seit Jahren im Trend, und ich finde den Gedanken dahinter wunderbar. Weniger besitzen, dafür hochwertiger und durchdachter, das spart Zeit, Geld und Nerven. Außerdem ist es entspannter, morgens vor einem aufgeräumten Schrank zu stehen, statt vor einem überquellenden, in dem man trotzdem nichts findet.

Wo ich am liebsten stöbere

Ich kaufe meine Übergangsjacken inzwischen meist online, einfach weil die Auswahl größer ist und ich in Ruhe vergleichen kann. Wichtig ist mir dabei eine klare Größentabelle, gute Produktfotos und ehrliche Materialangaben. Bei Roborro finde ich genau das, eine durchdachte Auswahl an Damenmode mit Stücken, die wirklich für den Alltag gedacht sind. Wer sich inspirieren lassen möchte, kann gerne in der gesamten Kollektion stöbern unter roborro.com/collections/all.

Ich hoffe, dieser kleine Streifzug durch meine Übergangsjacken-Welt hat euch ein paar Ideen gegeben. Die nächsten Wochen sind die perfekte Zeit, um den Kleiderschrank umzusortieren, sich von alten Stücken zu verabschieden und Platz für neue Lieblinge zu schaffen. Vielleicht wird ja eines meiner Favoriten-Stücke auch eures. Genießt die Frühlingssonne, packt euch warm genug ein, und lasst euch von den lauen Abenden nicht überraschen. Und denkt daran, eine Jacke, die ihr wirklich liebt, tragt ihr auch häufig. Das ist letztlich der beste Maßstab für jeden Kauf.