Meine Freundin Nora sagt immer, man kann den Charakter einer Frau daran erkennen, wie viele Cardigans sie besitzt. Ich habe gezählt: es sind sieben. Das sagt vielleicht alles. Ein guter Cardigan ist für mich nicht einfach nur Kleidung, er ist ein Gefühl. Das Gefühl von einem Sonntagmorgen mit Kaffee und einer Wolldecke, von einem langen Herbstnachmittag auf der Couch, von diesem ersten kühlen Abend im September, wenn man merkt: jetzt darf ich wieder Strickwaren hervorholen.
Ich trage Cardigans praktisch das ganze Jahr. Im Sommer über ein dünnes Kleid wenn die Klimaanlage mal wieder auf vollen Touren läuft, im Frühling über ein leichtes Shirt, im Herbst einfach so, im Winter über Rollkragenpullover gestapelt bis ich aussehe wie eine sehr modische Zwiebel. Es ist das vielseitigste Teil in meinem Kleiderschrank, und ich habe in den letzten Jahren gelernt: die Qualität des Cardigans macht den Unterschied. Ein guter bleibt über Jahre schön, ein schlechter pillt nach drei Wäschen und verliert die Form nach dem ersten Regen.
Für 2026 habe ich mich auf die Suche nach wirklich guten Strickjacken und auch nach Loungewear-Sets gemacht, weil beides in meinem Alltag eine Rolle spielt. Was ich dabei gefunden habe, teile ich hier gerne. Kein gekünsteltes Modegeschwätz, sondern einfach: was mich überzeugt hat und warum.
Der Alltagscardigan, der alles kann
Fangen wir mit dem Teil an, das ich vermutlich am häufigsten anziehen würde. Ich bin jemand, der seinen Cardigan wirklich täglich trägt. Morgens zur Arbeit über eine schlichte Bluse, mittags bleibt er an, abends vielleicht gewechselt aber immer noch ein Cardigan. Wenn ich also ein neues Stück kaufe, dann muss es in dieser Alltagsrolle funktionieren: nicht zu sperrig, nicht zu dünn, angenehm auf der Haut, und trotzdem nicht langweilig.
Der Ailey kuscheliger Cardigan mit schlanker, moderner Silhouette trifft für mich genau diesen Punkt. Die Silhouette ist schlank genug, um ihn über Bürooutfits zu tragen ohne dabei aus dem Rahmen zu fallen, aber der Stoff hat genug Substanz um wirklich warm zu halten wenn es nötig ist. Ich mag diesen Balanceakt. Zu viele Cardigans sind entweder zu klobig oder so dünn, dass sie nichts leisten. Dieser hier scheint das verstanden zu haben.
Meine Kollegin Jana hat so einen ähnlichen Stil und sie schwört darauf, dass sie ihre Lieblings-Cardigans in neutralen Tönen hat. Schwarz, Beige, ein warmes Grau. Dann passt der Cardigan zu allem, was sie sonst anzieht, ohne dass sie jeden Morgen lange überlegen muss. Ich teile diese Philosophie. Ein schönes Stück in einer ruhigen Farbe ist langfristig wertvoller als fünf bunte Teile, von denen man nur eines wirklich regelmäßig trägt.
Wenn es etwas besonderes sein soll, Jacquard und Muster
Aber ich wäre unehrlich wenn ich sagen würde, ich kaufe nur neutrale Basics. Manchmal sieht man etwas und denkt einfach: dieses Teil möchte ich haben. Das passiert mir regelmäßig bei Jacquard-Strickwaren. Es gibt etwas an dem gemusterten Stoff, dieser Textur, diesem leicht erhabenen Muster, das mich sofort anzieht. Meine Mutter würde sagen, das ist ihre Schuld, weil sie mich als Kind immer in Strickwaren gesteckt hat. Ich sage, Jacquard ist einfach schön.
Der Adrian Vintage Jacquard-Strickcardigan mit Revers hat genau diese Qualität, die ich an solchen Teilen schätze. Das Vintage-Element macht ihn zeitlos statt modisch im schlechten Sinne, und die Revers geben ihm eine Struktur die über einen einfachen Pullover hinausgeht. Er sieht aus wie etwas, das man in zwanzig Jahren noch tragen könnte. Das ist für mich das Kriterium für eine wirkliche Investition in Mode.
Letzten Herbst habe ich einen ähnlichen Cardigan meiner Großmutter getragen, den sie irgendwann in den Achtzigern gekauft hatte. Er war noch perfekt. Das ist Strickwaren in ihrer besten Form. Kein Fast Fashion, kein Wegwerfstück, sondern etwas das bleibt. Wenn ich an so einem Teil vorbeischaue und es ist gut gemacht, dann kaufe ich es ohne langes Zögern, weil ich weiß, dass es sich langfristig lohnt.
Geometrie im Strick, für den strukturierten Look
Neben Jacquard ist geometrisches Muster das zweite, das mich bei Strickwaren sofort begeistert. Es ist moderner, klarer, mehr Richtung zeitgenössischem Design. Meine jüngere Schwester Julia trägt fast ausschließlich geometrisch gemusterte Teile, sie sagt, das passt am besten zu ihrem Geschmack weil es Struktur hat aber nicht klassisch wirkt. Ich verstehe das Argument sehr gut.
Der Acryl-Cardigan mit geometrischem Muster ist für mich genau in dieser Kategorie. Der Acrylstoff hat den Vorteil, dass er formstabil bleibt und sich leicht pflegen lässt, was bei einem Cardigan den man häufig trägt ein echter Pluspunkt ist. Wolle ist schön, aber Acryl verträgt mehr Wäschen ohne zu leiden. Ich bin in meinem Alltag kein Mensch der sein komplettes Oberteil zur Reinigung bringt, ich brauche etwas das in die Maschine kann.
Das geometrische Muster auf einem Cardigan hat außerdem den praktischen Vorteil, dass man darunter ein sehr schlichtes Shirt tragen kann und trotzdem interessant angezogen wirkt. Ein weißes Basic-T-Shirt und dieser Cardigan, dazu eine dunkle Hose, fertig ist ein Outfit das nicht aussieht als hätte man sich keine Mühe gegeben aber auch nicht so als wäre man übergestylt. Diese goldene Mitte suche ich immer, und geometrische Muster helfen mir dabei enorm.
Loungewear, die wirklich mehr ist als Schlafanzug
Ich muss ehrlich sein: früher hatte ich eine sehr klare Trennlinie zwischen Zuhause-Kleidung und Ausgeh-Kleidung. Zuhause trug ich alte T-Shirts und ausgewaschene Jogginghosen, raus gehen war dann das ganz andere Outfit. Seit ein paar Jahren hat sich das bei mir verändert. Ich möchte auch zuhause schön angezogen sein, nicht weil jemand kommt oder weil ich Fotos mache, sondern weil es sich einfach besser anfühlt. Wenn ich in schöner Loungewear auf dem Sofa sitze, entspanne ich mich anders als wenn ich in einem zerfransten T-Shirt sitze. Das klingt vielleicht seltsam, aber ich glaube viele Frauen kennen dieses Gefühl.
Das Abigail Damen Ultra Kuscheliges Winter Lounge Set trifft genau diesen Nerv. Es ist gemacht für Komfort ohne auf Ästhetik zu verzichten. Ich stelle mir vor: ein langer Abend, draußen regnet es, ich bin zu Hause, dieses Set an, ein Film auf dem Laptop, Tee auf dem Tisch. Das ist für mich kein Kompromiss zwischen Schönheit und Bequemlichkeit, das ist beides zusammen. Genau so soll Loungewear sein.
Meine beste Freundin Maren arbeitet seit drei Jahren von zu Hause aus und sie sagt, die Qualität ihrer Loungewear hat direkten Einfluss auf ihre Produktivität. Wenn sie in ordentlicher, schöner Kleidung sitzt, auch wenn das ein Set für zuhause ist, fühlt sie sich konzentrierter. Ich habe das anfangs belächelt, aber inzwischen glaube ich ihr. Kleidung verändert, wie wir uns fühlen und wie wir arbeiten. Ein wirklich gutes Lounge-Set ist deshalb keine Kleinigkeit, sondern eine echte Investition in das Wohlbefinden.
Die Weste als verkannte Heldin des Herbstes
Es gibt ein Teil, das ich jahrelang unterschätzt habe: die Weste. Ich dachte, Westen sind entweder sportlich-funktional oder altmodisch oder irgendwie dazwischen und nie wirklich schön. Das hat sich geändert, als meine Nachbarin Andrea eines Abends in einer Fellweste an der Tür stand und ich einfach dachte: das sieht wirklich gut aus. Seitdem schaue ich anders auf Westen.
Die Adriana Elegante Fellweste ist genau das, was ich an diesem Kleidungsstück jetzt interessant finde. Sie verleiht jedem Outfit sofort Tiefe und Volumen ohne dass man sich eingeengt fühlt wie in einer vollen Jacke. An einem kühlen Herbsttag über einem Rollkragenpullover ist das eine Kombination die warm hält aber trotzdem Luft lässt. Und abends über einem schlichten Kleid wirkt sie elegant ohne aufgesetzt zu sein.
Was ich an Westen inzwischen wirklich schätze, ist ihre Vielseitigkeit über Jahreszeiten hinweg. Im Herbst als Hauptwärme-Layer, im Winter als Zwischenschicht unter einem Mantel, im Frühling über einem Pullover wenn es morgens noch frisch ist. Das ist effizienter als ein Teil das nur eine Aufgabe hat. Und eine schöne Fellweste hat diese besondere Textur die einem Outfit sofort etwas gibt, was man mit einem schlichten Cardigan nicht immer erreicht.
Schichten statt Einzelteile, so funktioniert Herbstmode wirklich
Ich möchte kurz auf eine Sache eingehen, die mich seit Jahren begleitet: das Prinzip des Layerings. Herbst und Winter sind nicht die Jahreszeiten, in denen man ein einzelnes dickes Teil trägt und damit fertig ist. Es geht um Schichten. Eine dünne Basis, ein mittlerer Layer wie ein Cardigan oder eine Strickjacke, darüber wenn nötig ein Mantel oder eine Weste. Das klingt nach viel, aber in der Praxis ist es die einzige Art die wirklich funktioniert, weil sich das Wetter im Herbst ändert. Morgens Jacke, mittags Sonnenschein, abends wieder Jacke.
Wenn man das Layering gut macht, dann sehen diese Schichten auch gut aus. Ein schlichter Cardigan über einem gestreiften Shirt, dazu eine Weste wenn es abends kühler wird. Oder ein Lounge-Set als Basis für einen entspannten Tag zuhause, und wenn dann doch ein kurzer Ausflug um die Ecke nötig ist zieht man schnell einen Cardigan drüber. Die Teile die man in diesem Blog findet funktionieren alle gut in dieser Logik, weil sie alle nicht zu sperrig sind und gut zusammenpassen.
Meine Schwester Julia, die ich vorhin erwähnt habe, ist in dieser Hinsicht mein Vorbild. Sie hat weniger Kleidung als ich, aber kombiniert alles klüger. Sie kauft Teile die sich gut schichten lassen, und ihr Herbst-Kleiderschrank sieht deshalb immer durchdacht aus ohne dass sie Stunden mit Planung verbringt. Das ist das Ziel: gute Teile die zusammenarbeiten, nicht viele Teile die nebeneinander existieren.
Worauf ich beim Kauf von Strickwaren achte
Nachdem ich jetzt seit Jahren Cardigans kaufe und dabei alles Mögliche erlebt habe, vom perfekten Stück das ich noch heute trage bis zum Enttäuschungskauf der nach einem Monat im Müll landete, habe ich für mich ein paar Grundsätze entwickelt.
Erstens die Passform. Ein Cardigan muss an den Schultern richtig sitzen. Wenn die Schulternähte nach unten rutschen, passt er nicht, egal wie schön er sonst ist. Zweitens die Länge. Ich mag Cardigans die bis mindestens zur Hüfte gehen, weil sie dann auch über Hosen funktionieren ohne dass ein unangenehmer Bereich dazwischen entsteht. Drittens der Stoff. Ich achte inzwischen darauf, ob ein Cardigan aus einem Material ist das atmet, weil ich ihn sonst nach einer Stunde ausziehe weil mir zu warm wird.
Und viertens, das ist vielleicht das wichtigste: wie fühlt sich der Stoff direkt auf der Haut an. Kratzig ist sofort raus. Ein Cardigan der kratzt ist kein Cardigan, den man täglich tragen wird, egal wie schön er aussieht. Die Teile in dieser Liste haben alle das richtige Gefühl, zumindest nach meiner Einschätzung und den Materialangaben. Aber das ist natürlich etwas, das jede Frau für sich selbst beurteilen muss.
Cardigans als Geschenk, eine unterschätzte Option
Noch eine Sache bevor ich schließe. Ich habe letztes Jahr zum Geburtstag meiner Mutter einen Cardigan geschenkt und sie war fast zu Tränen gerührt. Sie hatte sich schon lange einen neuen gewünscht, aber es war nie oben auf ihrer Einkaufsliste gestanden weil sie immer dachte, sie kauft sich das irgendwann selbst. Das Schöne an einem Cardigan als Geschenk ist, dass er nicht unpersönlich ist wie eine Kerze, aber auch nicht zu intim wie Parfüm. Es ist etwas Alltagspraktisches das trotzdem zeigt, dass man nachgedacht hat.
Wenn ich jetzt für jemanden ein Geschenk suche, der Strickwaren mag, dann schaue ich immer zuerst nach Cardigans. Ein Jacquard-Strickcardigan ist schön genug um wie ein echtes Geschenk auszusehen, und praktisch genug um wirklich getragen zu werden. Das ist die Kombination die ich bei Geschenken immer suche.
Meine Mutter trägt ihren Geburtstagscardigan übrigens heute noch. Das ist die beste Reaktion auf ein Geschenk, die ich mir vorstellen kann.
Fazit, kuscheliger Herbst beginnt im Kleiderschrank
Wenn ich auf die Teile schaue, über die ich hier geschrieben habe, dann verbindet sie alle eine Sache: sie sind gemacht für echtes Leben. Nicht für Fotos, nicht für besondere Gelegenheiten, sondern für den Alltag, für Arbeitswochen, für Wochenenden auf dem Sofa, für den Spaziergang wenn es anfängt zu herbsten. Das ist der Bereich wo ich mein Geld für Mode am liebsten ausgebe. Nicht für Partykleider die einmal im Jahr getragen werden, sondern für Teile die ich wirklich täglich greifen kann und bei denen ich mich gut fühle.
Strickwaren und Loungewear sind in meinem Kleiderschrank keine Nebenpositionen, sie sind der Kern. Der Rest ist Ergänzung. Das war früher anders, aber ich habe gelernt, dass gute Basics besser sind als viele mittelmäßige Teile. Und ein wirklich guter Cardigan ist kein Basic, er ist ein Lieblingsstück.
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